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PVC vs PAC im EKG: Den Unterschied verstehen

PVC und PAC sind ektopische Schläge mit unterschiedlichem Ursprung und klinischer Bedeutung.

Von HeartLab Team Veröffentlicht 2026-02-25 8 Min. Lesezeit

VES und SVES: Zwei Arten ektoper Schläge

Ventrikuläre Extrasystolen (VES) und supraventrikuläre Extrasystolen (SVES) sind die beiden häufigsten Arten ektoper Schläge — zusätzliche Herzschläge, die außerhalb des normalen Herzrhythmus auftreten. Obwohl beide eine vorzeitige elektrische Aktivierung des Herzens beinhalten, entstehen sie in verschiedenen Herzkammern und haben unterschiedliche klinische Bedeutung.

VES entstehen in den Ventrikeln, den unteren, größeren Pumpkammern des Herzens. Wenn eine Ventrikelzelle vorzeitig feuert, erzeugt sie einen breiten, abnorm aussehenden QRS-Komplex im EKG, da sich der elektrische Impuls anders durch den Ventrikelmuskel ausbreitet als über den normalen Leitungsweg. VES werden typischerweise von einer kompensatorischen Pause gefolgt.

SVES entstehen in den Vorhöfen, den oberen Kammern, die das zurückfließende Blut aufnehmen. Ein vorzeitiger Vorhofimpuls wandert durch das normale Leitungssystem (AV-Knoten, His-Bündel, Purkinje-Fasern) und erzeugt einen QRS-Komplex von relativ normaler Breite. Der Schlüsselmarker einer SVES ist eine abnorm geformte P-Welle, die früher als erwartet auftritt.

Beide Arten ektoper Schläge sind extrem häufig. VES finden sich bei bis zu 75% gesunder Menschen, während SVES praktisch bei jedem irgendwann auftreten. Die meisten sind völlig harmlos und bedürfen keiner Behandlung.

Wie sie im EKG unterschiedlich aussehen

Die Unterscheidung von VES und SVES im EKG beinhaltet die Untersuchung mehrerer Schlüsselmerkmale. Der zuverlässigste Indikator ist die QRS-Komplex-Breite. VES erzeugen breite QRS-Komplexe (typischerweise größer als 120 Millisekunden), da sich der elektrische Impuls langsam durch den Ventrikelmuskel ausbreitet. SVES hingegen erzeugen normalerweise schmale QRS-Komplexe ähnlich normaler Schläge.

Die P-Welle hilft ebenfalls bei der Unterscheidung. SVES zeigen oft eine abnorm geformte P-Welle vor dem vorzeitigen QRS-Komplex — sie kann spitz, gekerbt, invertiert oder in der vorhergehenden T-Welle verborgen sein. VES fehlt typischerweise eine vorausgehende P-Welle.

Kompensatorische Pausen unterscheiden sich zwischen VES und SVES. VES erzeugen normalerweise eine vollständige kompensatorische Pause — das Intervall vom Schlag vor der VES zum Schlag danach entspricht genau zwei normalen R-R-Intervallen. SVES erzeugen häufiger eine unvollständige kompensatorische Pause.

HeartLabs VES-Erkennung und SVES-Erkennung analysieren diese morphologischen Merkmale automatisch und klassifizieren jeden vorzeitigen Schlag als ventrikulären oder atrialen Ursprung — ein Analyseniveau, das die integrierte Apple Watch EKG-App einfach nicht bieten kann.

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Klinische Bedeutung: Wann Sie besorgt sein sollten

Die klinische Bedeutung von VES und SVES unterscheidet sich in wichtigen Punkten. Isolierte, seltene VES bei Menschen ohne strukturelle Herzerkrankung sind fast immer harmlos. Häufige VES (mehr als 10.000 pro Tag oder über 10-15% aller Schläge) können jedoch zu einer VES-induzierten Kardiomyopathie führen — einer Schwächung des Herzmuskels. Diese ist mit Behandlung reversibel, was Überwachung wichtig macht.

SVES gelten allgemein als noch harmloser als VES. Forschung hat jedoch gezeigt, dass häufige SVES ein Prädiktor für zukünftiges Vorhofflimmern (VHF) sein können. Eine Studie ergab, dass Personen mit mehr als 200 SVES pro Tag ein signifikant höheres Risiko hatten, in den folgenden Jahren VHF zu entwickeln.

Organisierte Muster ektoper Schläge haben zusätzliche klinische Bedeutung. VES in Mustern wie Bigeminus (jeder zweite Schlag) oder Trigeminus (jeder dritte Schlag) weisen auf eine höhere ektope Belastung hin und können das Herzzeitvolumen verringern. HeartLab ist eine der wenigen Consumer-Apps, die diese Muster automatisch erkennt.

Unabhängig vom Typ sollten Sie bei häufigen ektopen Schlägen oder Symptomen wie Herzklopfen, Schwindel oder Müdigkeit Ihre HeartLab-Daten mit Ihrem Kardiologen über die PDF-Berichtfunktion teilen.

FAQ

Sind VES gefährlicher als SVES?

Generell sind sowohl VES als auch SVES isoliert harmlos. Häufige VES (>10-15% der Schläge) können etwas mehr Anlass zur Sorge geben aufgrund des Risikos einer VES-induzierten Kardiomyopathie. Häufige SVES können zukünftiges VHF vorhersagen. Beide verdienen Überwachung bei Häufigkeit.

Kann die Apple Watch zwischen VES und SVES unterscheiden?

Die integrierte Apple Watch EKG-App kann VES und SVES weder erkennen noch unterscheiden. HeartLab analysiert die QRS-Morphologie, um zwischen ventrikulären und atrialen ektopen Schlägen zu unterscheiden.

Was verursacht VES und SVES?

Häufige Auslöser sind Koffein, Alkohol, Stress, Müdigkeit, Dehydrierung und Elektrolytstörungen. Einige Medikamente können ebenfalls ektope Schläge auslösen. In seltenen Fällen weisen sie auf zugrunde liegende Herzerkrankungen hin.

Wie viele VES oder SVES pro Tag sind normal?

Die meisten Menschen haben täglich einige ektope Schläge. Generell gelten weniger als 100 SVES pro Tag und eine VES-Belastung unter 1% als normal. HeartLab hilft Ihnen, Ihre ektope Schlagfrequenz über die Zeit zu zählen und zu verfolgen.

Kann man den Unterschied zwischen VES und SVES spüren?

Die meisten Menschen können VES nicht allein durch das Gefühl von SVES unterscheiden. Beide können sich wie ein ausgesetzter Schlag, Flattern oder Pochen anfühlen. VES erzeugen manchmal ein stärkeres Gefühl. Eine EKG-Analyse ist zur Unterscheidung erforderlich.

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